Letztes Feedback

Meta





 

Freizeit

Tatsache, seitdem ich Sandra als Aushilfe eingestellt habe, komme ich wieder dazu mein Leben zu genießen. Im Februar geht Bernd nach Hamburg, ich hab das Gefühl, ich muss die Zeit, die wir jetzt noch haben, nutzen. Ich mein, er ist nicht aus der Welt, aber es ist schon ein Unterschied, ob man zusammenwohnt oder einen Kilometer trennen. 

Darüber sollte ich aber erst nachdenken, wenn es soweit ist. Ganz ehrlich, ich mache mich schon seit Wochen verrückt. Ich sollte mich einfach mal bremsen und schauen was kommt. Schließlich kann ich es nicht beeinflussen. Vielleicht ist es ja auch gut für mich. Keine Ahnung, aber vielleicht lerne ich mich alleine ganz neu kennen. Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr alleine. Es kommt wie es kommt. 

Für den Frühling habe ich geplant mit meiner Freundin Silke für eine Woche wegzufahren. Ich muss mich auch mal ablenken. Ist eh alles schon so kompliziert. Die freien Nachmittage, die ich jetzt habe überfordern mich etwas. Ich weiß gar nicht, was ich machen soll, wenn ich nicht mit Bernd zusammen oder im Laden bin. Vielleicht sollte ich einen Tanzkurs anfangen oder mich im Fitnesscenter anmelden. Aber dann würde ich ja wieder meine Zeit verplanen. Was machen Menschen eigentlich, wenn sie frei haben? Da ich ungern fern schaue, kann ich mich nicht mal damit berieseln lassen. Ändern will ich das aber auch nicht. 

Es nützt nichts, ich muss mir ein Hobby suchen. Ob Tanzkurs oder Fotokurs, ich kann mich nicht nur zu Hause aufhalten und in meiner Freizeit das Haus putzen. Ich wollte schon immer Gesangsunterricht nehmen - das ist es. ich suche mir jetzt sofort einen Lehrer!

18.11.11 14:49, kommentieren

Werbung


Neue Aushilfe

Heute habe ich eine weitere Aushilfe eingestellt. Bis vor drei Monaten habe ich den Laden ganz alleine geschmissen, aber irgendwann musste ich einsehen, dass ich das nicht alleine schaffen kann. Dann hat sich zum Glück eine Freundin angeboten mir zu helfen und ich war ihr sehr dankbar, aber jetzt ist sie schwanger und kann nicht mehr so viel arbeiten.

Auch wenn ich mich für sie gefreut habe, mir kam das gar nicht gelegen. Es hat ja alles so schön mit uns geklappt. Naja, aber was sollte ich machen? ich habe einfach nach einer neuen Aushilfe gesucht und ich glaube, ich habe eine sehr gute Wahl getroffen. Sie fängt gleich nächste Woche an. Dann kann ich mich endlich wieder um das Organisatorische kümmern. Da ist in der letzten Zeit einiges liegengeblieben.

Außerdem habe ich noch so viele Ideen. Ich muss endlich mal die Internetseite auf Vordermann bringen und mich um die Werbung kümmern. Außerdem würde ich gerne ein paar neue Kunden gewinnen. Als ich noch bei meiner Chefin eingestellt war, da habe ich am liebsten die Hochzeiten organisiert und das würde ich auch gerne vermehrt bei mir im Laden anbieten. Ich habe schon ein paar Kleinanzeigen geschaltet, aber da muss ich natürlich noch mehr machen. Und jetzt habe ich ja auch wieder Zeit dafür.

Außerdem freue ich mich auch auf einen freien Nachmittag, den ich schon seit Wochen nicht mehr hatte. Wenn man selbstständig ist, dann gibt es so was wie einen Feierabend gar nicht. Und am Wochenende muss ich auch meistens ran. Ich habe mir aber vorgenommen, dass ich mir in der nächsten Zeit mindestens einen Nachmittag unter der Woche freinehme. Ich brauche ein bisschen Zeit nicht nur für mich, sondern auch für Bernd und meine Freunde. Die habe ich in den letzten Wochen nur dann gesehen, wenn sie mich im Laden besucht haben.

Aber das geht nicht. Zumal Bernd in einem halben Jahr für mehrere Monate nach Hamburg geht. Ich werde ihn unheimlich vermissen, aber er kann nicht anders. Das Jobangebot war einfach zu verlockend. Ich kann ihn verstehen.

20.8.11 09:19, kommentieren

Meine Ideen

Ich habe mir überlegt, dass wenn der Laden bis zum Ende des Jahres so weiter läuft wie bisher, dann würde ich gerne eine Caféecke einrichten. Die Idee habe ich aus einem Buch, das ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Die Protagonistin hatte auch einen Blumenladen, in dem sie ein Café eingerichtet hat. Ich glaube, dass das wirklich gut funktionieren kann.

Wer trinkt nicht gerne einen Café, wenn er rundherum so schöne Blumen hat? Ich finde Blumen ziemlich einladend und die, die einen Tee oder Café trinken, die kaufen danach bestimmt noch ein paar Blümchen für Zuhause. Ich frage mich warum es das nicht öfters gibt? Aber eigentlich ist es ja um so besser für mich, dann bin ich hier die erste Floristin, die auch ein Café hat.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Selbstständigkeit so gut anfühlen würde. Ich muss zugeben, ich hatte ganz schön viel Angst vor dem Schritt. Ich mein, als Selbstständige ist man wirklich auf sich alleingestellt. Meine Eltern haben mir davon abgeraten, aber ich wollte das unbedingt und hätte ich nicht Bernd an meiner Seite, ich hätte mich das womöglich nicht getraut, aber er meinte, ich solle das machen.

Ich bin ihm so dankbar. Er hat mit mir zusammen den Laden renoviert und was ich ihm nie vergessen werde, er bürgt für mich. Einen größeren Liebesbeweis hätte er mir nicht machen können. Dadurch, dass wir alles gemeinsam gemacht haben, hat der Umbau auch gar nicht so viel gekostet. Wir haben auch alleine gestrichen und dekoriert. Wie gesagt, ich bin ihm echt dankbar. Sogar meine Eltern meinten letzte Woche, dass sie stolz auf mich sind. Sie hatten ja schon längst akzeptiert, dass ich Floristin bin, aber meine Mutter hat es nie verkraftet, dass ich nicht studiert habe. Als sie mich letzte Woche im Laden besucht hat, hat sie mir gesagt, dass sie es gut findet, wie ich mein Leben führe.

Tja, ich kann jetzt natürlich sagen, dass sie mir schon früher hätten vertrauen können, aber ich mache ihnen keinen Vorwurf. Ich wusste ja auch nicht, wie sich mein Leben entwickeln würde.

8.8.11 10:08, kommentieren

Mein Blumenladen

Ich habe mich vor ein paar Monaten selbstständig gemacht und bin jetzt tatsächlich die Besitzerin eines eigenen Blumenladens. Ich finde das immer noch so unglaublich. Ich hätte schon fast gar nicht mehr dran geglaubt. Das war aber auch alles total stressig. Vor 13 Jahren habe ich nach dem Abi eine Ausbildung zur Floristin gemacht. Meine Eltern sind damals total ausgeflippt. Die wollten mehrere Monate nicht mehr mit mir reden. Sie meinten, sie hätten mich nicht auf das Gymnasium geschickt, damit ich jetzt eine Ausbildung mache, die total brotlos ist. Sie wollten, dass ich studiere, aber ich wollte nicht. Ich kann sie ja auch verstehen. Als Azubi wird man total schlecht bezahlt und später kommt auch nicht viel mehr dabei rum. Aber ich wollte nicht studieren. Ich wollte vom ganzen Herzen Floristin werden. Blumenladen Als ich in der neunten Klasse ein Schülerpraktikum machen sollte, wusste ich gar nicht wo ich hin soll. Mein Vater wollte mir einen Platz bei sich im Krankenhaus besorgen, aber ich hatte keine Lust drauf. Ich hätte mir ganz ehrlich nicht vorstellen können, dass ich irgendwann Ärztin werde. Meine Mutter meinte dann, ich könnte mein Praktikum auch bei ihr in der Kanzlei machen, aber dazu hatte ich auch keine Lust. Ich bin dann eines Morgens, als ich auf dem Weg zur Schule war, an einem Blumenladen vorbei und plötzlich hatte ich richtig Lust reinzugehen und nachzufragen. Ich habe Blumen und Pflanzen schon immer geliebt und in dem Moment war es mir klar. Zwei Wochen später habe ich mein Praktikum dort gemacht und weil mich die Chefin gut fand, hat sie mir danach angeboten, ich könnte einmal die Woche, nach der Schule bei ihr arbeiten. Nach dem Abi habe ich bei ihr meine Ausbildung gemacht und die letzten Jahre auch dort gearbeitet. Vor einem halben Jahr habe ich dann dieses kleine freistehende Lädchen entdeckt und wusste sofort, dass ich das haben will.

1 Kommentar 3.8.11 11:26, kommentieren